“Ich habe in
Kitzbühel sehr oft und immer wieder gerne gespielt – schon damals, wo das Turnier noch Head-Cup hieß. Als einziger österreichischer Kitz-Sieger komme ich auch gerne wieder hier her zurück. Meine Teilnahme am Challenger dient für mich zur weiteren Formüberprüfung nach meinem Auftritt in Braunschweig Ende Juni. Ich hatte seit diesem Turnier wieder einiges mehr an Zeit, um mich in Schuss zu bringen, und werde schauen, wo ich jetzt stehe. Diese Standortbestimmung ist mir sehr wichtig auf meinem Weg zurück, auch wenn ich noch keine allzu großen Erwartungen habe – aber wir werden sehen, wie es läuft“, freut sich
Thomas Muster über die Möglichkeit, in
Kitzbühel mit dabei zu sein.
Die ehemalige Nummer eins der Welt hat in seiner Karriere 44 Titel auf der
ATP-Tour eingefahren. Das Jahr 1995 war jedoch mit Abstand das erfolgreichste des Sandplatz-Spezialisten: 40 Siege in Serie auf der roten Asche sprechen eine eindeutige Sprache. Nur
Guillermo Vilas und
Raphael Nadal konnten diese Top-Marke überbieten. Außerdem gewann er 1995 zwölf Turniere im Einzel, was bis heute Rekord auf der
ATP Tour ist. Die Krönung kam dann mit dem Grand-Slam Sieg 1995 bei den
French Open in Paris gegen den US-Amerikaner
Michael Chang.
Legendär ist auch sein Comeback gegen
Boris Becker 1995 beim Finale in Monaco: Nach 2:0 Satzrückstand und zwei abgewehrten Matchbällen konnte er die Partie noch drehen und den Turniersieg einfahren, nachdem er am Vortag nach dem Halbfinalsieg über Andrea Gaudenzi zusammengebrochen war. Ein Duell, das es auch im Vorfeld der
Austrian Open 2010 wieder geben wird.
Thomas Muster wird nämlich auch beim
Länderkampf an der Seite von Alexander Antonitsch,
Markus Hipfl und Stefan Koubek alles geben, um gegen
Boris Becker, Charly Steeb und
Nicolas Kiefer als Sieger vom Platz zu gehen. Tennisfans sollten sich diesen Termin (31. Juli) in jedem Fall rot im Kalender anstreichen und sich diesen Leckerbissen in keinem Fall entgehen lassen!