
Mit dem Länderkampf Österreich gegen Deutschland starteten heute die Austrian Open 2010 in Kitzbühel und brachten auch gleich einen sensationellen Erfolg für Österreich. Das rot-weiß-rote Team konnte alle drei Spiele für sich entscheiden. Nachdem Stefan Koubek den starken Deutschen Nicolas Kiefer mit 2:6, 6:2, 11:9 besiegte, brachte bereits Markus Hipfl gegen Charly Steeb (6:3, 6:3) die Entscheidung. Ein echter Leckerbissen für alle Tennisfans war schließlich das Doppel mit Alexander Antonitsch/Thomas Muster gegen Nicolas Kiefer/Christopher Kas (6:7, 6:1, 9:7). Die vier boten den Zuschauern eine beeindruckende Show mit einer idealen Kombination aus Spaß und spielerischem Ernst. Eine perfekte Werbung für den Tennissport in Österreich.
Obwohl er nicht aktiv ins Spielgeschehen eingreifen konnte, war Boris Becker vom Länderkampf sichtlich beeindruckt und fieberte als Zuschauer mit dem deutschen Team mit. Er hatte sich ja in der Vorbereitung für den Länderkampf eine Sehnenscheidenverletzung am linken Knöchel zugezogen und konnte nur mit kniehoher Schiene nach Kitzbühel anreisen. „Schade, ich hätte heute gerne gespielt, aber der Arzt hat mir 10 Tage komplette Ruhigstellung verordnet, an die ich mich natürlich halten werde, um möglichst schnell wieder fit zu sein. Ich bin dennoch gerne nach Kitzbühel gekommen und möchte damit meine Wertschätzung für das Turnier zum Ausdruck bringen“, so Boris Becker im Rahmen einer Pressekonferenz.
Etwas im Schatten des Länderkampfs ging heute auch die erste Qualifikationsrunde für das ATP Challenger Turnier über die Bühne. Nur vier Qualifikanten schaffen am den Sprung in das Hauptfeld. Gute Chancen nach heutigen Siegen haben mit Andreas Haider-Maurer, Max Raditschnigg, Philipp Oswald und Gerald Kamitz auch vier Österreicher.
Unterdessen fand auch die Auslosung für das Hauptfeld bereits statt und bringt für die erste Runde einige echte Kracher mit. Daniel Köllerer bekommt es gleich zu Beginn mit Paolo Lorenzi (ITA), der Nr. 8 des Turniers zu tun, Dominic Thiem trifft auf Alexandro Sidorenko, Martin Fischer muss sich gegen die Nr. 2 des Turniers, Jan Hajek, beweisen und der neu ins Feld aufgerückte Österreicher Alexander Peya bekam den Russen Evgeny Donskoy zugelost. Das absolute Highlight aber ist das Aufeinandertreffen von Thomas Muster mit dem heurigen Wimbledon-Teilnehmer Dustin Brown. „Ich kenne den Jamaikaner nicht wirklich, weiß aber, dass er gegen Jürgen Melzer kürzlich verloren hat. Ich werde alles geben und wir werden sehen, was am Ende herausschaut“, so Thomas Muster zuversichtlich.